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Roboter-Airbag

Roboter und Mensch arbeiten immer enger in Produktionsprozessen zusammen. Scharfkantige Roboterwerkzeuge und Werkstücke stellen bisher jedoch ein Verletzungsrisiko dar. Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde daher ein spezieller Airbag entwickelt, der die gefährdende Teile umschließt und dem Bediener damit eine sichere, unmittelbare Zusammenarbeit mit einem Industrieroboter ermöglicht. Der robotische Airbag besteht aus einem Ventilflansch, der zwischen einem beliebigen Roboter und einem Roboterwerkzeug angebracht wird und zum Ein- und Auslassen von Druckluft dient, einem Airbag, der an dem Flansch befestigt ist, sowie einer Steuerbox, die eine Kommunikation zu der Sicherheitssteuerung des Roboters herstellt und die Aktivierung bzw. Deaktivierung des Sicherheitsmoduls auslöst. Ähnlich wie bei einem Airbag im Auto füllt sich das System mit Druckluft und umschließt Roboterwerkzeug und Werkstück vor jeder Roboterbewegung. Steht der Arm still, gibt das System beide wieder frei. In Experimenten mit einem Crashtext-Dummy konnten die DLR-Entwickler nachweisen, dass eine Zulassung der verwendeten Roboterwerkzeuge ohne Airbag nicht möglich wäre. Die Funktion des Roboter-Gesamtsystems wird dabei nicht eingeschränkt. Das System bietet eine einfache Lösung mit ausgeklügelter Technologie, die die Taktzeiten in der Produktion verkürzt und die Produktivität dadurch erhöht: Für den “End effector-Airbag” wurden Wissenschaftler des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik am 27. April 2017 mit dem KUKA Innovation Award ausgezeichnet. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wurde auf der Hannover Messe 2017 überreicht.

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