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Klingendes Oropax – hf3-Headset von Etymotic

Störende Atmo auf Bahnfahrten, im Bus, in der U-Bahn oder beim getrennten Unterhaltungsprogrammm im heimischen Wohnzimmer lässt sich mit geräuschisolierenden In-Ear-Hörer prima ausblenden – zumindest nervige Gespräche von Sitznachbaren nimmt man beim Musikhören nicht mehr war. Und auch von der Umwelt bekommt man kaum noch etwas mit, ebensowenig wie letztere mit dem eigenen Musikgeschmack belästigt wird. Zumindest beim aktuellen Mitglied der hf-Headset-Familie von Etymotic : Das hf3-Headset bietet für Nutzer von iPad, iPhone und iPod hohe Klangqualität und erweiterte Musik- und Anruf-Kontrolloptionen. Ein netter Nebeneffekt ist, daß man auch nicht mehr die Lautstärke bis zum Anschlag aufdrehen muss, das schont die Hörgänge gewaltig. Dabei liefern die im hf3 verbauten Komponeten einen klaren und rauscharmen Sound, wenn auch der Bass deutlich unterrepräsentiert ist – wäre dies angesichts der winzigen Bauform anders, wäre die Überraschung auch ziemlich groß gewesen.

Passt, wackelt und hat Luft

Anschliessen lassen sich die In-Ears über ein 3,5-mm-Klinke direkt an iPod, iPad und iPhone. Zuvor muss man sich aber noch für eine Form der beiliegenden Ohrpassstücke entscheiden. Zur Auswahl stehen 3-fach Lamell in Standard und klein, Schaumstoffzylinder und Gummipilze. Diese sollten bequem sitzen, aber das Ohr zugleich gut verschliessen. Wenn man den Gesprächen Dritter bei abgestellter Lautstärker noch problemlos folgen kann, ist die Abdichtung nicht ausreichend. Dann sollte das Ohrpassstück mit einer leichten Drehbewegung tiefer ins Ohr geschoben werden oder ein anderes Passstück gewählt werden. Beim Wechseln der Passstücke darauf achten, daß diese auf dem dafür vorgesehenen Steg befestigt werden.

Volle Kontrolle

Natürlich bietet das Headset als Feature auch Mikrofon und Fernbedienung. Doch im Gegensatz zum Wippschalter von Apples Kopfhörer dient beim hf3 ein 3-Tasten-Feld zur Steuerung von Lautstärke, Abspielen, Skipen sowie Annahme und Beenden von Anrufen. Bei eingehende Anrufen wird die Musikwiedergabe automatisch unterbrochen. Das ebenfalls im Bedienfeld integrierte In-Line-Mikro liefert dank mundnaher Positionierung eine klare Klangqualität bei Gesprächen. Sehr schön auch, daß auch an Kleinigkeiten wie die Kabelführung gedacht wurde, die nerviges Strippenwirrwarr verhindert.

Fazit

Ganz billig ist das hf3 mit rund 160 Euro sicherlich nicht, doch wer unterwegs seine Ruhe vor Mitmenschen und Umwelt haben möchte, dem wird das In-Ear-Headset klingendes Oropax sein. Zumal die Funktionalität zur Steuerung von Player- und Handy-Funktion einfach und funktionabel gelöst ist. Besonders der Tragekomfort hat die sonst recht sensible Hörgänge von Tech-Sonar überzeugt – selbst bei langerem Musikhören, saßen die Hörer bequem im Ohr. Sehr empfindsame Menschen köönnen sich auch für rund 100 Euro eine individuell angefertigte Otoplastik anfertigen lassen.