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Ausprobiert: Glamour Shopping Week–Gewinnspiel

Vom 5. bis 12. Oktober ist wieder Glamour Shopping Week. Die kostenlose App für iOS und Android gibt es auch schon seit einiger Zeit, diesmal ist jedoch was Neues hinzugekommen: Wer eine Seite im Heft scannt und zusätzlich ein paar In-Shop-Plakate aufstöbert, der kann an einer Verlosung teilnehmen. Klar, dass ich das mal ausprobiere.

Es regnet in Strömen am ersten Tag der diesjährigen Herbst-Shopping-Week – keine ganz idealen Voraussetzungen für einen Shopping-Trip. Glücklicherweise habe ich  schon zuhause im Warmen die App auf unser derzeitiges Testgerät, das Huawei Ascend Mate installiert und die Startseite in der Oktober-Ausgabe der Glamour  gescannt: Dafür bekommt man nämlich den ersten „Glam-Punkt“, ohne den man auch nicht anfangen kann.

Für die nächsten begebe ich mich in die Münchner Fußgängerzone. Bei aktiviertem Mobile Web und Ortungsfunktion bekommt man die an der Shopping Week teilnehmenden Läden oder Shop-in-Shop-Flächen in der Nähe nebst Richtungsangabe angezeigt. Als „Glamour Gewinnspiel“ –Locations werden bei mir diverse Swarovski-Standorte, ein Vero-Moda-Geschäft sowie ein paar Görtz 17-Shops vorgeschlagen. Die gilt es dann zu finden, und zu betreten.

Gesucht werden nämlich DIN-A-4-große, relativ unauffällige Plakate, die mit der in der App enthaltenen Scanner-Funktion in voller Größe abgescannt werden müssen. Mit etwas Glück erscheint dann auf dem Poster ein „Glam-Point“ , der berührt werden muss, um innerhalb der App gutgeschrieben zu werden – quasi eine einfache Augmented-Reality-Anwendung. Bei schlechten Lichtverhältnissen klappt das übrigens nicht unbedingt auf Anhieb. Zudem dauert es eine ganze Weile, bis irgendwelche Daten „aus der Cloud“ übertragen werden, so dass zumindest ich jeweils rund 90 Sekunden vor dem Plakat herumstehe und mich von den Verkäuferinnen blöd anreden lassen darf. Denn die wissen (noch) nichts von der Aktion und reagieren entsprechend irritiert bis genervt.

So ganz durchdacht scheint mir die ganze Aktion ohnehin noch nicht zu sein – denn dass man die drei fehlenden Punkte nur bei unterschiedlichen Kooperationspartnern, nicht aber bei verschiedenen Shops derselben Marke erhält, fand ich vorab nirgends – erst die App weist mich beim Scannen darauf hin, dass ich leider umsonst durch die halbe Fußgängerzone gelatscht bin.

Schließlich habe ich die geforderten Glam-Points doch erlegt – und dabei mein High-Speed-Volumen von 5 MB für den Tag auch schon mal vor dem Mittagessen komplett verbraten. Ich werde aufgefordert, Namen und Adresse für das XL-Gewinnspiel einzugeben, und erhalten die In-App-Nachricht, dass ich registriert worden bin. Dummerweise gibt es keine Bestätigungs-Mail an die angegebene Webadresse, so dass ich nicht ganz sicher sein kann.

Generell werden die Glam-Points nur in der App gespeichert, muss diese also aktualisiert oder das Smartphone neu aufgesetzt werden (was bei Android-Geräten ja durchaus öfter  mal passieren soll…), sind die Ergebnisse sowieso weg. In der November-Ausgabe der Glamour gäbe es nämlich noch drei Punkte für die XXL-Gewinne zu erhaschen. Aber diese Chance werde ich ohnehin nicht  haben, denn das Ascend Mate muss am Montag morgen zurück an die Agentur. Das wiederum ist natürlich nicht die Schuld des Conde-Nast-Verlags, der das Gewinnspiel veranstaltet.

Allerdings kann man ihm durchaus anlasten, dass man ein aktuelles Smartphone (iOS oder Android ab 2.3) und eine relativ belastungsfähige Flat benötigt, um mitspielen zu können: Nutzer von WP8- und Blackberry-Geräten müssen ebenso draußen bleiben etwa Leute, die nur ein Feature-Phone besitzen. Ohne Ortungsfunktion und mobiles Internet wollte sich bei mir jedenfalls nichts tun. Deshalb lautet mein

Fazit:

Die Glam-Points sind eine nette Idee, um Leute in die Shops der Kooperationspartner zu locken. Da kann man dann auch gleich mal (unfreiwillig) ausprobieren, wie zuvorkommend und informiert das Personal ist. Die Gewinne die man für die Mühe potenziell erhalten kann, klingen attraktiv – es gibt etwa zwei Asos-Gutscheine für je 500 Euro. Das Gewinnspiel selbst ist allerdings von der lustigen Schnitzeljagd, die den Beteiligten wahrscheinlich vorschwebte, noch ein deutliches Stück entfernt.