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Hands-on Mighty Purse: Saft bis zum Morgengrauen

Smartphones sind beim Feiern unerlässlich – als Kamera, zum telefonieren, als Navi… Hat man nicht daran gedacht, das Gerät vor dem Ausgehen  noch mal aufzuladen, macht meistens mitten im schönsten Gedränge der Akku schlapp. Die „Mighty Purse“ macht damit Schluss – denn sie hat einen Akku eingebaut, der dem Smartphone zuverlässig neues Leben einhaucht. Zu haben ist das gute Stück in Braun, Schwarz und Gold und ich habe mir von Radbag ein Exemplar über das Wochenende ausgeliehen.

„Ooooh, die ist ja Klasse!“ – so viel Begeisterung ruft ein Testmuster für ein Tech-Sonar-Hands-on wirklich selten bei meinen Freundinnen hervor. Das liegt nicht nur daran, dass wir nicht allzu oft Ausgeh-Taschen wie die Mighty Purse testen.  Sondern vermutlich auch daran, dass man kein NERD sein muss, um zu begreifen, dass der ca. 19 x 12,5 cm große Zipper Bag aus feinem Leder etwas ungemein Nützliches verbirgt: Nämlich eine Stromquelle für unterwegs, die Smartphone, Tablet oder Kamera wieder neuen Schwung einhaucht.

Von außen sieht die in Schwarz, Cognac oder Gold erhältliche Tasche recht unauffällig: Ihr feines Glattleder und der stabile Reißverschluss sowie die kleine abnehmbare Handschlaufe mit Karabiner lässt zwar vermuten, dass das Teil nicht gerade bei Primark gekauft wurde. Ansonsten sieht sie aber wie eine ganz normale Clutch aus. Mit rund 200 Gramm ist sie vielleicht etwas schwerer, als man für so ein kleines Täschchen erwarten würde. Das liegt am fein säuberlich ins Futter eingenähten 4.000 mAh-Akku. Der kann, einmal über das in einem kleinen Fach säuberlich verstauet USB-Kabel geladen, ein Smartphone bis zu zwei Mal wieder komplett aufladen. Den Ladestatus zeigen dabei vier sanft blau glühende LEDs an.

Wenn sich der Smartphone-Akku also nun dem Ende zuneigt, obwohl die Afterhour noch nicht mal angefangen hat, kann man diesem mit dem ebenfalls fest angebrachten Micro-USB-Kabel einen Extra-Boost verpassen. Das klappt erstaunlich gut, während mein Nokia Lumia 620 in der Tasche verstaut war, auch die Wärmeentwicklung hielt sich in sehr vertretbaren Grenzen. Der Akku kann mit zwei Druckknöpfen auch aus der Tasche befreit werden. Das ist vor allem dann praktisch, wenn ein größeres Gerät, etwa ein E-Book-Reader oder ein Tablet geladen werden soll. Apple-Nutzer wurden übrigens auch nicht vergessen: Im Lieferumfang sind sowohl ein alter 30-Pin-Connector wie ein neuer Lightning-Stecker inbegriffen.

Wenn der Akku nicht eingeknöpft ist, ist die „Mighty Purse“ (die im Inneren das Label „Handbag Butler“ trägt) ein kleines, feines Ausgeh-Täschchen, das durchaus auch in eine Jackentasche passt. Sie bietet zwei Karten-Steckfächer und ein kleines Zipper-Fach, etwa für Kleingeld. Mit ihrem minimalistischen Design passt sie zu jedem Stil, und könnte sogar von Männern verwendet werden (obwohl die meisten Exemplare, die ich kenn, mit der goldenen Variante wahrscheinlich nichts anfangen könnten …)

Fazit:

Die Mighty Purse ist ideal für alle, die am Ende eines langen Tages, zur Neige einer langen Nacht oder im Morgengrauen öfter mal ihr Smartphone anbetteln müssen, doch „bitte, bitte“ noch für ein paar Minuten zu funktionieren, damit man sich noch ein Taxi rufen kann. Natürlich könnte man sich auch einfach einen Zusatz-Akku kaufen und den samt Kabel in der Tasche deponieren – aber wer macht das schon. Mit der Mighty Purse hat man immer alles dabei, und das noch schick und platzsparend untergebracht. Eine Empfehlung, wenn auch zu einem Preis von knapp 90 Euro keine ganz günstige.