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#MWC14: Die Zukunft der Mobilfunkbranche, Teil 1

Die Mobilfunkwelt schaut auf Barcelona: Noch bis zum 27. Februar zeigt die Branche im Messezentrum Fira Gran Via vor, was 2014 in en Taschen,  auf den Smartphones und unter dem Weihnachtbaum landet. Eine Reihe von Geräten, vor allem von Samsung, war bereits vorab bekannt, die Koreaner ließen es sich aber nicht nehmen, zusätzlich ihr neues Flaggschiff, das Galaxy S5, sowie ein Fitness-Armband ankündigen. Das S5 kann man etwa bei O2 schon vorbestellen, der Münchner Provider hat auch bereits ein Unpacking-Video online gestellt.  Doch natürlich waren auch andere Hersteller nicht faul.

Eine der größeren Neuigkeiten war sicher die neue Nokia X-Serie (im Bild): Schon länger wurde gemunkelt, dass die Finnen, die kürzlich ihr Smartphone-Geschäft an Microsoft verkauft haben, an der Entwicklung einer Smartphone-Serie auf Android-Basis arbeiten. Nun ist die Katze aus dem Sack: Die Nokia X-Reihe läuft – ähnlich wie die Kindle-Fire-Geräte  - unter einem speziell angepassten Android-Derivat und bietet Netzbetreibern die Möglichkeit, eigene App-Stores anzubinden. Zusätzlich sollen die mit ihrer Kachel-Oberfläche sehr an WP8 erinnernden Geräte auf Microsoft-Services wie Skype, One Drive (bis vor kurzem: Sky Drive) sowie Outlook.com zugreifen können. Die Geräte in den knallbunten Plastik-Gehäusen mit dem Namen X, X+ und XL sollen bereits ab knapp 90 Euro ohne Vertrag zu haben sein, aber – jetzt kommt´s – nicht in Westeuropa oder den USA. Den Fokus auf Schwellenländer, Budget- und sich entwickelnde Märkte zeigen auch zwei weitere Neuvorstellungen Nokias zur MWC14, nämlich die internetfähigen Feature Phones Asha 220 und 230, die sofort ab knapp 30 Euro auch in Europa zu haben sein sollen.

Der Motorola-Verkauf an Lenovo ist nur ein Beispiel dafür, wie stark chinesische Mobilfunk-Unternehmen auf die westlichen Märkte drängen. So stellte Hisense mit dem Maxe X1 (im Bild) ein Full-HD (1980 x 1020 Pixel)-Phablet mit 6,8-Zoll-Monitor vor. Es läuft schon unter Android 4.4 Kit Kat, bietet einen Quad-Core-Prozessor  mit 2,3 GHz, 16 GB Flash-Speicher und eine 13-Megapixel-Rückenkamera. Das Gerät soll als 3G sowie als 4G/LTE-Version ab April zu haben sein, Preise wurden offiziell noch keine mitgeteilt. Haier, ebenfalls eine chinesisches Unternehmen, das seinen Schwerpunkt eigentlich auf Hausgeräte legt, zeigte in Barcelona gleich zwölf neue Geräte, die Mehrzahl davon preisgünstige Android-Smartphones, aber auch ein Windows 8.1-Tablet mit 10,1 Zoll großen IPS-Bildschirm.

Auch Huawei punktet mit allerlei eher preisgünstigen Neuigkeiten: Das neue Ascend G630 ist ein Android-Smartphone mit 5-Zoll-IPS-LCD Display, 1280 x 720 Pixeln Auflösung und 1,2GHz starkem Quad-Core Prozessor unter Android 4.3, das noch im April für knapp 230 Euro in den Handel kommen soll.  Außerdem wurden gleich drei neue Dual-SIM-Geräte präsentiert: das Ascend G610 mit 5 Zoll-Display, das G730 mit 5,5 Zoll sowie das G750 (im Bild) mit extrastarkem 3.000mAh Akku. Die Modellreihe ist ab knapp 200 Euro, und ebenfalls schon ab April zu haben. Auch die Tablet-Range wurde erweitert: Das Mediapad X1 7.0 ist ein gut ausgestatteter Siebenzöller mit 13 Megapixelkamera und ein 5.000 mAh-Akku, der dank LTE-Anbindung überall Surfen und auch telefonieren kann (knapp 350 Euro). Sein 8-Zoll-Bruder MediaPad M1 8.0 punktet mit 1.280 x 800 Pixeln Auflösung , Multi-Touch IPS Display und Stereo-Frontlautsprecher und bietet ebenfalls einen SIM-Steckplatz.  Das M1 soll knapp  300 Euro kosten wie das X1 im Laufe des zweiten Quartal auf den Markt kommen.