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Schwerlast-Ponys

Das Pony als Lastenesel liegt im Trend – diese Saison werden Einkäufe oder Soundsystme mit dem Lastenrad bewegt, Flohmarktstände und Umzüge mit Anhängern verfrachtet und der Nachwuchs rollend zur Förderung bewegt. Der Einkaufsbeutel am Lenker baumelnd, die Aktentasche auf den Gepäckträger geklemmt oder die Kinder als Copilot auf wackligen befestigen Sitzen war einmal – clevere Transportlösungen sollen den Fahrradalltag erleichtern.

Griffbereit

Beliebt sind über dem Vorderrad befestigte Gepäckträger, Körbe oder Weinkisten im Vintage Look, bei denen man die Fracht immer im Auge und Kleingepäck in Griffweite hat. Statt den klassischen Spanngurten und Kabelbinder zur Befestigung, lassen sich mit speziellen Adaptern wie dem Snap-it-System von Racktime etwa der wetterbeständige Korb “Bask-it Willow” im Naturweiden-Look (etwa 70 Euro) einfach auf den passenden Gepäckträger klicken. Diese bieten auch das zweiteilige modulare Korbsystem “Box-it” bestehend aus einem robustem Metallkorb und einer Kunststoff-Stiege zur Montage am Frontgepäckträger an. Ebenfalls am Lenker werden die wetterfesten Handtaschen wie die Lyria ST 4705 von Abus ( rund 65 Euro) angebracht.

Satteltaschen

Auch der Heckgepäckträger hat nicht ausgedient, sondern erfüllt seine Funktion als Tragegerüst. Denn viele Gepäckträger dienen vor allem als Halterungen für Packtaschen, idealerweise unter Verwendung anklickbarer Taschen. Gleichermaßen von Touren- und Reiseradlern geschätzt werden staub- und wasserdichte Transporttaschen mit bis zu 20 Litern Stauraum wie die Back-Roller Classic von Ortlieb (ca. 120 Euro). Für den täglichen Weg zur Arbeit bieten sich Racktimes Office Bag Work-it Wide (etwa 110 Euro) mit gepolsterten Fach fürs Notebook an. Auch der Rucksack kann weiterhin seine Funktion im Alltag erfüllen: Modelle wie der Clubride von Vaude (ca. 90 Euro) sind mit Wickelverschluss für den schnellen Zugriff aufs Transportgut sowie Blinklichthalter und reflektierende Elementen sogar eigens aufs Radfahren getrimmt. Für mehrtägige Radtouren geht, emempfehlen sich Lowrider-Gepäckträger, mit deren Hilfe Taschen links und rechts vom Vorderrad befestigt werden können. Damit lässt sich das Gewicht auf Vorder- und Hinterachse verteilen und der Schwerpunkt liegt tiefer – nur sollte man auf das Gesamtgewicht achten, viele Räder sind nur bis 120 Kilogramm zugelassen. Sollten ein paar Pfund mehr mit auf Reisen gehen, bietet Velotraum Räder, die einer Belastung bis 180 Kilogramm standhalten.

Draufgeladen und drangehängt

Auf lange Strecken nur etwas für austrainierte Radler, stellen Cargo Bikes für Besorgungsfahrten im urbanen Raum sozusagen den zweirad-Kleinlaster dar. Transporträder wie das Modell Cargo vom Schweizer E-Bike-Spezialisten Flyer (ab etwa 4.000 Euro) eignet sich für Zuladung bis 160 Kilogramm. Mit seinem leistungsstarken Mittelmotor inklusive integrierter Schiebehilfe kommt man selbst bei Steigungen und voller Beladung von Front- und Heckgepäckträger noch flott voran. Im Kommen sind spezielle Tieflader für den regelmäßigen Transport schwerer oder sperriger Lasten. Ein Newcomer ist etwa das multifunktionale Transport-Pedelec Load vom Spezialisten für vollgefederte Räder, Riese & Müller (ab rund 4.500 Euro). Die Rahmenform bietet es einen niedrigen Schwerpunkt und damit ein besonders stabiles Fahrverhalten. Vielfältiges Zubehör wie Seitenwände, eine wetterfeste Persenning, ein Doppelkindersitz und ein Montagerahmen für Maxi-Cosi-Babyschalen sorgen für ein breites Einsatzspektrum. Noch mehr Kofferraum fürs normale Rad bieten Transportanhänger, mit denen sich nicht nur der Wocheneinkauf oder Picknickzubehör transportieren lässt. Für Hunde bis 45 Kilogramm geeignet ist zum Beispiel der faltbare Croozer Dog (ca. 230 Euro), nach wie vor beliebt ist der einspurige Lastentrailer Bob Yak und das gefederte Schwestermodell Bob Ibex (rund 400 Euro bzw. 525 Euro) mit einer Zuldaung von 32 Kilogramm.

Sharing

Knapppen und meist teueren Stauraum begegnen viele Stadtbewohner mit der Sharing-Idee: Nach Carsharing- und Fahrradverleihsysteme, werden wir künftig vielleicht auch Lastenräder und Anhänger teilen. Anbieter wie Movelo sehen im Nutzen statt Besitzen einen klaren Trend beim Konsumverhalten.