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Kein Bargeld dabei? Kein Problem: Interview Payfriendz

Wer kennt sie nicht, die Leute, die nie „Kleingeld“ dabei haben – egal ob es darum geht, ein Gruppengeschenk zum Geburtstag zu kaufen, ihren Anteil an der Zeche zu bezahlen oder die paar Euro zurückzugeben, die jemand ausgelegt hat. Mit der neuen App Payfriendz schafft das nun selbst der verpeilteste Kumpoel – denn sie installiert einen Prepaid-Geldbeutel auf dem Android- oder iOS-Smartphone. So kann man mit ein paar Wischern kostenlos Geld von einem Payfriendz-Nutzer zum anderen transferieren – egal ob in Euro oder in Fremdwährungen. Wer will koppelt den Service mit einer virtuellen Mastercard und kann dann auch größere Summen ausgeben. Interessante Idee, fanden wir bei Tech-Sonar – und baten die Gründer der Gründer Andreas Rührig und Volker Breuer (im Bild) zum Interview.

Payfriendz funktioniert als Prepaid-System – wie hoch ist die Mindesteinlage?
Payfriendz hat keine Einschränkungen oder ein Minimum. Es gibt demnach keine Mindesteinlage.

Der Service spricht auch Teenager an. Gibt es eine Altersbeschränkung?
Generell steht die App nur Volljährigen zur Verfügung. Unter 18-Jährige brauchen die Genehmigung der Eltern, um Payfriendz nutzen zu können.

Bekommt jeder ein Payfriendz-Konto? Wie ist die Auszahlung geregelt?
Jeder, der sich die App runterlädt hat automatisch ein Payfriendz-Konto. Dieses kann entweder per Kreditkarte oder Banküberweisung aufgeladen werden. Diese Transaktion ist kostenlos im Gegensatz zu anderen Anbietern.

Ab dann kann man unterschiedliche Wege nutzen, um über das Geld zu verfügen: Zum einen das Geld via Payfriendz an Freunde versenden, zum anderen besteht die Möglichkeit das Geld auf das eigene Bankkonto zu überweisen und dort abzuheben. Darüber hinaus kann das Geld über die integrierte virtuelle Mastercard direkt online ausgeben werden, z.B. in Online-Shops oder um Flüge zu buchen.

Gibt es eine  Obergrenze für die zu verschickenden Beträge?
Die Obergrenze für einzelne Transaktionen liegt bei 500 Euro. Insgesamt gibt es ein Limit von 2.500 Euro im Jahr. Das liegt am europäischen Geldwäschegesetz. Sollte ein Kunde höhere Umsätze mit Payfriendz machen, werden wir seine persönlichen Daten abfragen und eine Kopie des Personalausweises anfordern. Kommt er unseren Anforderungen entgegen kann das Limit entsprechend erhöht werden.

Welche Sicherungen bestehen, damit Missbrauch, etwa bei Verlust oder Diebstahl des Smartphones, möglichst ausgeschlossen wird?
Zuerst einmal sind Payfriendz Konten immer durch einen PIN geschützt und die Registrierung bei Payfriendz erfolgt nur über die private Mobilfunknummer, so dass der Zugriff von Dritten verhindert wird.

Außerdem erfolgen die Transaktionen auch immer nur zwischen den Payfriendz Guthaben, also findet kein direkter Austausch zwischen Bankkonten statt.

Zudem verwendet Payfriendz eine 256-bit SSL Verschlüsselung, zertifiziert von GeoTrust – das entspricht den allgemeinen Online Banking und europäischen Banken Sicherheitsstandards.

Android-Smartphones sind stark von Malware bedroht. Payfriendz ist da potenziell ein Ziel für Cyberkriminalität.  Welche Vorsichtsmaßnahmen empfehlen Sie Nutzern?
Grundsätzlich sind wir gegenüber Cyberkriminaltät besser aufgestellt wie vergleichbare große Konkurrenten. Dies liegt einfach daran, dass Kunden nur Transaktionen ausführen können, wenn diese aus dem eigenen Freundeskreis stammen. Dies wird über das Telefonbuch geprüft. Sollte eine Geldanfrage von einem Nutzer stammen, der nicht in dem eigenen Telefonbuch ist, dann machen wir den Kunden darauf aufmerksam, um so einem möglichen Betrug entgegen zu wirken. Sollte es allerdings Fälle geben, bei denen unsere Kunden doch ausgetrickst werden, dann zeigen wir uns hier kulant und ersetzen den Schaden.

Unser Rat: Den eingebauten Chat nicht nur nutzen, um “Danke” zu sagen, sondern durchaus bei komisch wirkenden Anfragen sofort nachzufragen. Dadurch kann sehr einfach ein Schaden abgewendet werden. Technisch arbeiten wir zudem mit “White-Hat” Hackern zusammen, die unsere App und das Backend regelmäßig auf Schwachstellen prüfen, damit wir hier ebenfalls sehr schnell reagieren können.

Mit welcher Bankenlizenz wird der Dienst ausgeübt, wo sitzt die Konzernmutter?
Wir arbeiten hier mit PSI-Pay aus London zusammen und darüber beziehen wir auch unsere e-money Lizenz, die in der Tat benötigt wird, um Payfriendz zu betreiben. Payfriendz ist zudem eine UK Ltd.

Die App kann für Online-Einkäufe genutzt werden können. Welche Partner in Deutschland  akzeptieren derzeit Payfriendz-Guthaben?
Durch die Kooperation mit Mastercard ist es allen Payfriendz-Usern möglich Online-Einkäufe mit der integrierten Mastercard durchzuführen. Deshalb kann man überall, wo die Kreditkarte als Bezahlmethode akzeptiert wird, auch mit Payfriendz bezahlen.

Vielen Dank.