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IFA-Smartphones 2014: Das Tech-Sonar Round-up

Die IFA Berlin ist die wichtigste Messe in Europa, wenn es um Gadgets für den Gabentisch geht. Entsprechend fleißig stellen die Hersteller Smartphones vor. Die erste Welle gab es schon ein bisschen vor der Messe, auf den beiden Pressetage vor dem Beginn der Show am 5. September wurden gleich noch mal ein ganzer Schwung zum teil hochkarätiger Modelle gezeigt.

Apple macht traditionell sein eigenes Ding, und hat nur wenige Tage nach dem Ende der IFA ein aufwändiges Event in San Francisco  angekündigt. Der härteste Apple-Rivale Samsung brannte jedoch ein wahres Produktfeierwerk ab: Wie erwartet (und angekündigt) wurde die vierte Generation des  Note-Phablets Note gezeigt. Die Specs sind eindrucksvoll: 5,7 Zoll großes Super AMOLED-Display mit 2.560 x 1.440 Pixeln Auflösung, 3,7-Megapixel-Front-Kamera mit Selfie-Optimierung sowie 16 Megapixel Rücken-Kamera, Fingerprint-Scanner und UV-Sensor, um nur einige der Highlights zu nennen. Mit dem Note Edge hatte dagegen kaum jemand gerechnet: Das Schwesternmodell bietet ein 5,6-Zoll-Display, das rechts abgerundet ist und die Gerätekante einschließt. Unter der Wölbung soll ein speziell angepasstes Menü Platz finden, doch ob und wann das Note Edge nach Deutschland kommt, wurde noch nicht mitgeteilt. Das Galaxy Note 4 soll dagegen schon im September oder Oktober zu haben sein, ein Preis wurde jedoch noch nicht genannt.

Auch Microsoft hat die IFA genutzt, um zwei neue Mittelklasse-Lumias anzukündigen – es scheint, als wolle man sich zunächst auf günstigere Phones mit ausgesprochen hochwertigen Kameras konzentrieren.

Sony führte auf der IFA die Produktfamilie Xperia Z3 in den Markt ein: Zum 5,2-Zöller Xperia Z3 gesellen sich das 4,6 Zoll große Z3 Compakt sowie der 8 Zöller Xperia Tablet Compact. Alle Geräte sind wassergeschützt und staubdicht sowie mit kratzfestem Mineralglas ausgestattet. Sie sollen eine besonders lange Akulaufzeit mitbringen. Als Zubehör wurden Docking-Stationen sowie Headsets mit Geräuschunterdrückung gezeigt. Die Modellserie beginnt ab knapp 500 Euro.

Auch HTC, zuletzt arg gebeutelt, aber wie es scheint mit dem One M8 wieder auf Erfolgskurs, scheint das mittlere Segment in Angriff zu nehmen: Kurz nach dem Desire 510 wurde nun das Desire 820 (im Bild) angeteasert: 5,5 Zoll-Bildschirm mit 1.280 x 720 Pixeln, Snapdragon 615-Prozessor mit LTE Cat 4 und 8-Megapixel-Frontkamera heißen einige der Specs, die das Gerät in den Ring wirft. Es soll in diversen bunten Farben zum Jahresende nach Europa kommen, der Kostenpunkt liegt bei knapp 330 Euro. Schließlich erhält auch das HTC One Mini 2 noch ein klitzekleines Update: Das Gerät soll nämlich noch im September in Blossom Pink verfügbar sein. Der Listenpreis liegt unverändert bei knapp 500 Euro, in den anderen Farben ist er dagegen längst auf ca. 380 Euro gefallen.

Ohnehin sind es  die zumeist asiatischen Newcomer, die den etablierten Brands auf dem Android-Markt mächtig zu schaffen machen: Zu Budget-Preisen bieten sie Geräte, die für die allermeisten Anwender mehr als genug „unter der Haube“ haben. Huaweis Ascend G7 (im Bild) bietet für knapp 300 Euro ein 5,5-Zoll-Display, einen 64-Bit Quad-Core-Prozessor mit 1,2GHz, 2GB RAM sowie 16GB ROM sowie LTE Cat 4. Auch bei den Kameras wurde nicht gespart: 5 sowie 13 Megapixel mit 28mm Weitwinkel-Objektiv werden geboten, dazu ein Micro-SD-Karten-Slot  und starker 3.000 mAh-Akku.

Noch günstiger wird es bei Haier: Das Android-Phablet W970 mit 6-Zoll-Display, Quad-Core-Prozessor und 13-Magapixel-Kamera kostet nur knapp 200 Euro, die LTE-Modelle L701 und L901 fangen schon bei 130 Euro an, und selbst das Musik-Smartphone W861 gibt es für knapp 150 Euro.

Gegen solche Preise wirkt das Medion Life P5004 (im Bild) schon fast wieder teuer, obwohl knapp 180 Euro ohne Vertrag für einen Fünfzöller (1.280 x 720 Pixel Auflösung)  mit 1,4 GHz Octa-Core-Prozessor, 8-Megapixel-Rückenkamera und 2.150 mAh-Akku kein schlechtes Angebot zu sein scheint. Auch hier müssen wir allerdings noch bis zum vierten Quartal warten. Das neue Moto X von Motorola soll dagegen noch im September auf den Markt kommen – wer den Online-Konfigurator nutzt, kann sich sein 5-Zoll-Smartphone sehr weitgehend personalisieren, etwa mit Holz- oder Leder-Rücken.

Auch die Outdoor-Fraktion bekam auf der IFA Nachschub: Das Cat „Rugged Smartphone“ S50 soll sich sogar mit nassen Fingern bedienen lassen, und ist dabei wasser- und staubdicht nach IP67. Der 4,7-Zöller läuft schon unter Kit Kat 4.4 und ist LTE-fähig. Auch Kazam zeigt mit dem Thunder 340R (im Bild) ein Android-Outdoor Smartphone, es soll Stürze aus bis zu zwei Meter Höhe, 30-minütige Tauchgänge bis 1 Meter Wassertiefe und Druckbelastungen bis 1,5 Tonnen überleben. Inklusive Dual-SIM wird es für nur knapp 200 Euro zu haben sein. Der junge Anbieter stellt zum gleichen Preis auch das (konventionelle) LTE-Modell Thunder 350L vor, außerdem für knapp 70 Euro  das Modell Life B6, eine Feature Phone für alle, die mit ihrem Mobiletelefon vor allem Gespräche führen und SMS schreiben wollen. Für einige außereuropäische Märkte kündigte Kazam außerdem das Thunder 340W unter dem Betriebssystem Windows Phone an. Auch in Deutschland sollen WP-Smartphones von Kazam auf dem Markt kommen, allerdings erst Anfang 2015.