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IFA Mobile Roundup

Auf der IFA (noch bis zum 7. September) wurden natürlich eine ganze Reihe neuer Mobilgeräte vorgestellt. Tablet- und Android-Freunde dürfen sich freuen: es gibt einen wahren Wolkenbruch an interessanten Geräten zu sehen. Tech-Sonar fasst die wichtigsten Neuheiten im Schnelldurchlauf zusammen.

Als der „heißestes Scheiß“ im Mobile-Devices-Bereich dürfte wohl das neue Samsung Galaxy Note durchgehen, ein 5,3-Zoll-Mini-Tablet/Maxi Smartphone unter Android 2.3 mit Stiftbedienung, 1,4 GHz-Kern und Acht-Megapixel Kamera. Wann das Gerät in Deutschland verfügbar ist, wurde zwar noch nicht mitgeteilt, hoffentlich gibt es jedenfalls gleich ein passendes Headset dazu. Denn so spannend das Smartphone klingt, mit einem 8,3 x 15 cm großen Teil am Ohr dürften die meisten Menschen reichlich komisch aussehen. Mit dem der zweiten offiziellen Samsung-IFA-Neuheit, dem Wave 3, stellt der Elektronikriese außerdem klar, dass auch sein eigenes Ökosystem nicht aufgegeben wird: Das Smartphone mit 4-Zoll-Bildschirm läuft unter Bada 2.0 und bietet unter anderem das plattformübergreifende Chat-Programm Ch@ton. Das bereits vorgestellte Galaxy Tab 8.9 für das LTE-Netz soll nun ab Dezember 2011 bei der Telekom zu haben sein. Zudem wurde auf dem Samsung-Stand noch ein Tablet mit 7,7 Zoll Bildschirmdiagonale und AMOLED-Display gezeigt. Hier ist derzeit jedoch nicht klar, ob es überhaupt nach Deutschland kommt.

Schneller, größer, günstiger

Wer nach einem 7-Zoll-Gerät sucht, für den lohnt besonders ein Blick auf das Mediapad von Huawei. Das Gerät läuft unter Android 3.2 es soll eine 1,2 GHz CPU und 8 GB Speicher mitbringen. Das Smartphone Vision mit Android 2.3 zeigt sich im Alu-Unibody-Design mit 3,7-Zoll-Bildschirm sowie einer Fünf-Megapixel-Kamera. Ab 19. September soll von Huawei über Fonic außerdem der Preisschlager Ideos X3, ein Android 2.3-Smartphone mit 3,2 Zoll-Bildschirm für nur 99 Euro zu haben sein. Für gut den doppelten Preis, nämlich 210 Euro, kann man ab Ende September über Vodafone und The Phone House das neue Motorola Fire XT erwerben. Auch hier arbeitet Gingerbread unter dem 3,5-Zoll-Display, das Gerät ist mit 5-Megapixel-Kamera und 800 Mhz-Chip ausgerüstet. Ungewöhnlich ist die Standy-Zeit: Die nämlich soll nach Herstellerangaben bis zu 28 Tage betragen.

Zwei weitere Android-Tablets kommen von Archos auf den Markt: das 80 G9 mit acht, sowie 101 G9 mit 10,1 Zoll-Display. Beide laufen unter Honeycomb, es soll auch Modelle mit integrierten Festplatten bis 250 GB geben – das ist im Android-Bereich derzeit einzigartig. Der 1,5 Ghz-Dual-Core-Prozessor liegt ebenfalls deutlich über den Leistungsdaten der Mitbewerber. Die Prozessorgeschwindigkeiten bei Android-Smartphones wachsen inzwischen ohnehin schneller als das in den 90ern bei PCs der Fall war: Das Sony-Ericsson-Modell Xperia Arc S legt wie das Samsung Galaxy Note Note 1,4, Ghz vor. (Wenn ich mir mein Wildfire S mit mickrigen 600 Mhz angucke, frage ich mich allerdings, wie viel immer schnellere Prozessoren wirklich bringen: Mir sind noch keine Verzögerungen aufgefallen, und schneller als ich denke, muss mein Smartphone nicht sein. Aber das ist eine andere Geschichte…) Jedenfalls, das Xperia Arc S bietet eine 8,1 Megapixel-Kamera sowie 720p-HD-Videoaufnahmen. Das Gerät soll ohne zwei Linse auch 3D-Bilder aufzeichnen können, über den HDMI-Anschluss können diese Bilder auf einem 3D-Fernseher betrachtet werden. Im Preis von ca. 430 Euro sind außerdem der Zugriff auf die Sony Entertainment Network-Dienste „Music Unlimited“ und „Video Unlimited“ inbegriffen. Das Gerät wird im Laufe des 4. Quartals in Weiß, Blauschwarz, Silber und Schwarz zu haben sein.

Zwei neue Windows Phone Geräte von HTC

Für Android-Freunde war die gestrige IFA-Veranstaltung von HTC eher eine Enttäuschung: Statt, wie im Vorfeld spekuliert wurde, ein weiteres Tablet unter Android auf den Markt zu bringen, gab es zwei neue Smartphones mit Windows Phone OS zu sehen. Das Titan kommt mit seinem 4,7-Zoll-Bildschirm kommt größenmäßig in die Nähe des Samsung Note – was durchaus sinnvoll erscheint, denn es wurde als mobiles Büro konzipiert. Dank eines knapp einem Zentimeter tiefen Alugehäuse wirkt es trotzdem für seine Größe schlank. Das Modell Radar bringt ein 3,8-Zoll-Display mit und wendet sich eher an soziale Netzwerker. Beide Geräte haben einen dezidierten Kameraauslöser und erstmals eine Kameralinse mit einer f/2.2-Blende, einen hintergrundbeleuchteten Sensor für Aufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen sowie eine 28 mm-Weitwinkellinse. Sie können außerdem Videos in 720p-HD aufnehmen, mit dem HTC Photo Enhancer Bilder bearbeiten und Freunde über die automatische Gesichtserkennung zum Upload auf Facebook markieren. Das HTC Titan soll knapp 600, das Radar knapp 400 Euro kosten. Wann die beiden Modelle verfügbar sind, wurde nicht mitgeteilt.

Fazit:

Zum Weihnachtsgeschäft sind die Regale wieder voll mit tollen Geräten, keine Frage. Neben High-end-Modellen wie dem Samsung Note finde ich vor allem die günstigen Smartphones spannend, die nun allerorten auf den Markt drängen – aktuelle Androiden werden nun auch für all diejenigen interessant, die für ein Handy nicht den Gegenwert eines Mittelklasse-Laptops ausgeben wollen.