Hands-on Kodak Easy Share Touch M5370: Willkommen in Barcelona

Die Kodak Easy Share Touch M5370 ist nicht einfach eine Kontaktkamera – an den PC oder Mac geklemmt, kann man mit ihr Bilder und Videos sofort auf Facebook, Youtube oder Flickr hochladen. Die Kamera für das Social-Media-Zeitalter oder Spielerei? Wir haben das Teil anlässlich eines Barcelona-Termins unter die Lupe genommen.

Wir lernen uns kennen

Klein, kompakt, einfach zu bedienen – wer ein Kamera mit in den Urlaub nimmt, will sich meist nicht lange mit dem Handbuch beschäftigen, sondern ein Gerät, das nicht viel Platz wegnimmt, zuverlässig funktioniert und ohne viel Federlesen schöne Fotos macht. Mit der Größe einer Zigarettenschachtel, 16 Megapixeln Auflösung und fünffachem Digitalzoom sind die Voraussetzungen bei der Kodak Easy Share Touch M5370 schon mal gegeben. Das Ladegerät ist dabei erfreulich schmal, alternativ kann man das Gerät auch über den USB-Anschluß am Computer laden. In dem uns zugegangenen Package war sogar ein USA-Adapter dabei. Eine Datenkarte fehlte allerdings, was schade ist, denn die benötigten Micro-SD-Karten sind deutlich teuerer als die normalgroße Variante, und durchaus nicht überall zu haben. Aber bei einem Listenpreis von knapp 170 Euro ist das vielleicht auch zu viel verlangt. Das Handbuch, weil in mehreren Sprachen, wirkt zwar einschüchternd, ist aber in Deutsch nur 25 Seiten lang und mit vielen Bildern – vertreibt nicht mal die Zeit bis zum Abheben ;)

Unterwegs abseits der Rambla

Die neueste Generation der Easy Share Touch ist auch in Silber, Rot-Orange und Violett zu haben – wir hatten allerdings die unauffällige mattschwarze Version im Gepäck. So wirkt sie ein bisschen cyberpunkig – was durch die 7,6 Zentimeter LCD-Touchscreen noch verstärkt wird. Neben dem Einschalter, dem kombinierten Zoom/Auslöser, einem Auslöser für der HD-Videoaufnahme, Anzeige und dem „Share-Button“ hat das Gerät denn auch konsequenterweise keine weiteren Knöpfe – die 20 Foto-Motivmodi oder Menüeinstellungen erreicht man mit einem längeren Verbleib des Fingers auf dem Touchscreen. Das fühlt sich für Smartphone-Nutzer sehr natürlich an, ist aber nichts für schnelle Schnappschüsse, weil es doch ein bisschen dauert, bis man sich „durchgetippt“ hat. Glücklicherweise gibt es den „Intelligenten Aufnahmemodus“, mit dem sich das Gerät praktisch auf alle Eventualitäten selbst einstellt. Man kann den Touchscreen auch als Auslöser aktivieren, was in unserem Falle allerdings zu einer ganzen Reihe lustiger unbeabsichtigter Lomo-Aufnahmen geführt hat. Später haben wir es außerdem fertiggebracht, den Datumsstempel unbeabsichtigt einzublenden, man muss allerdings der Fairnis halber sagen, dass sowohl im Handbuch wie auf dem Bildschirm deutlich darauf hingewiesen wird, dass man diesen nachträglich nicht nicht mehr von bereits gemachten Fotos entfernen kann. Die Handhabung der Kamera war einfach und unproblematisch – hier gibt es ein paar Beispielbilder. Man muss allerdings einschränken, dass die Akkulaufzeit im Vergleich zu einem schon zwei Jahre alten Kompaktmodell eines Mitbewerbers deutlich geringer war. Vielknipsern ist ein zweiter Akku deshalb unbedingt zu empfehlen.

Bilder für alle

Bereits in der Kamera kann man ein paar einfache Bildretuschen wie Spotfarben, Unscharfer Hintergrund, Beschneiden oder das Hinzufügen von Rahmen vornehmen. Ich halte davon eher nichts, weil ich Bilder gerne in aller Ruhe auf dem großen Computer-Bildschirm beurteile. Wer die Easy-Share-Funktion in Anspruch nehmen will, kann so allerdings schon fertig bearbeitete Bilder mit nur einem Knopfdruck hochladen. Doch Vorsicht, ganz so einfach ist es auch wieder nicht: Da die Kamera über kein Wifi-Modul verfügt, kann man die zu teilenden Inhalte zwar auf der Kamera auswählen, zum Upload muss sie jedoch an den Computer. In meinem Falle ist das ein iMac mit MacOS X 10.6, auf dem ich von der Kamera nach dem ersten Anschließen ein iPhoto-Plug-in installieren musste. Über dieses kann man dann diverse Soziale Netzwerke einrichten. Wird die Kamera dann das nächste mal angeschlossen, öffnet sich iPhoto, und vorab auf der Kamera zum Teilen markierte Inhalte werden in die Wolke gejagt. Bei mir hat das Plug-in übrigens erst funktioniert, nachdem ich iPhoto ein paar mal heruntergefahren hatte, ein paar JPGs von der Kamera wollen dann trotzdem nicht kopiert werden. Über den SD-Kartenleser funktionierten dieselben Bilddaten dann aber tadellos.

Fazit

Während an der Bildqualität und der Handhabung – zumindest bei deaktiviertem Touchscreen-Auslöser – nichts auszusetzen war, fanden wir die Akkuleistung eher mäßig. Auch die gelegentlichen Software-Abstürze sind nicht ganz optimal, aber immerhin durch das Herausnehmen des Akkus leicht zu beheben. An das Touchscreen-Interface gewöhnt man sich schnell, die Easy-Share-Optionen sind eine nette Idee, die mir allerdings mit einem Wifi-Modul deutlich mehr einleuchten würden. Dann nämlich könnte man Urlaubsbilder etwa einfach im Internetkaffee schon mal auf Flickr sichern, nur für den Fall, dass die Kamera liegenbleibt und unversehens den Besitzer wechselt. In der heutigen Konfiguration ist dafür zunächst die Installation der – zwar auf der Kamera mitgebrachten – Software auf einem Computer erforderlich. Was das betrifft, finde ich Eyefi-Karten eine wesentlich schönere Lösung.