Inhaltverzeichnis

Hands-on HTC Sensation XE: Smartes Musikhören

Die Produktpalette bei HTC wächst und nicht immer zum Freude der Besitzer „älterer“ Modelle, deren Unterstützung mit aktuellen Versionen des Betriebssystems, freundlich formuliert, etwas stiefmütterlich erscheint. Mit dem Sensation XE verpasst HTC dem Sensation nicht nur ein Upgrade sondern legt das Gewicht auf die Nutzung als Audio-Player.

Das Sensation XE erweist sich als aufgebohrte Version des ursprünglichen Sensation. In dem schicken, trotz 151 Gramm Gewicht gut in der Hand liegenden schwarzen Gehäuse mit roter Speaker-Abdeckung und Linsenfassung der Kamera sowie ebenfalls roten Sensortasten verbirgt sich ein Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz Taktrate und ein GByte großer Arbeitsspeicher, letzterer ist mittels 16 GByte microSD-Karte erweiterbar. Die höhere Taktrate scheint aber auch direkt die stärkere Akkuleistung aufzusaugen. Denn obwohl der Akku 1.730 mAh leistet, hält er nicht den Tag über duch – nach nicht viel länger als 6,5 Stunden ist meist Schluß. Allerdings machen sich 300 MHz mehr im Vergleich zum Vorgänger nicht nur in Benchmarks bemerkbar, sondern auch beim täglichen Gebrauch: Denn trotz des Sense-UI mit Ressourcen intensiven 3D-Animationen ruckelt auf dem Homescreen und in Menüs nur selten etwas, selbst beim Surfen im Browser harkt es nur ab und an.

Was fürs Auge

Mit seinem 4,3 Zoll messende und 960 x 540 Pixel auflösenden Display gehört das Sensation XE von den Leistungsdaten immer noch in den oberen Bereich, wobei die Konkurrenz mit dem Samsung Galaxy Nexus (1280 x 720) bei vergleichbarer Größe des Displays und AMOLED-Technologie (wenn auch bislang nicht in Deutschland) grundsätzlich die Richtung weist. Helligkeit und Kontrast und das Touchscreen lassen nichts zu wünschen übrig, die Farbdarstellung weiß zu gefallen. Auch die in dem Smartphone verbaute Kameraoptik liefert zufriedenstellende Aufnahmen in 1.080p – geringes Bildrauschen, gute Bildschärfe und Kontrast, die Bilddynamik könnte aber noch etwas besser werden.

Ordentlich auf die Ohren

Ausgerichtet ist das Sensation XE aber vor allem als Musik-Handy, die farblich passenden In-Ears von Beats liegen im Bundle bei. Die robust wirkenden Ohrhörer sind aus Metall gefertigt, verschiedene Plugs sind im Lieferumfang inbegriffen. Satte Bässe, klare Höhen, sind das erste Hörgefühl. Vor allem ist der Wumms der Bässe ist beeindruckenden, erst bei voller Leistung ist etwas Klirren zu vernehmen – die sollte aber auch nur jemand ausreizen, der künftig sich über den Klang von was auch immer keine Gedanken mehr machen möchte. Der Klang wird dabei auf die Beats-Audio-Hörer abgestimmt, sobald die In-Ears angeschlossen werden, aktiviert das Sensation XE ein entsprechendes Profil von Beats Audio. Dabei handelt es sich einfach um ein Software-Preset mit Betonung der Höhen und Bässe. Ein auf Hardware basiertes Audio-DSP für Ohrhörer, das sozusagen einen lineare Musikwiedergabe bieten, bekommt man nicht – Audiophile mit entsprechenden Wünschen Richtung Referenzklang sollten sich da eher an den K3003 von AKG halten (gut um den Faktor 10 teurer). Das Preset lässt sich scheinbar auch mit anderen Hörern verwenden, zumindest klingt das Klangbild mit diesen sehr ähnlich. Wem der Sound nicht zusagt, kann das Preset auch deaktivieren und einen Android-Player mit integrierter EQ-Funktion nutzen.

Fazit

Das Sensation XE ist ein schickes gut in der Hand liegendes Android-Smartphone gedacht für Menschen, die ihr Handy auch als Audio-Player nutzen. Für Bass und Beats orientierte Musik bieten einem die beiliegen Earphones reichlich Wumms, audiophile Magie gibt es aber auch nicht mit Dr. Dre zu hören. Die recht beeindruckenden Leistungsdaten, werden durch die zu geringe Akku-Leistung geschmälert – ein 600 Euro All-in One-Gerät sollte schon den Tag über duchhalten.