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Hands-on Soundfreaq SFQ-02: Musikdock für Androiden

Wer seinem Android-Gerät ein Sound-Dock verpassen will, hat es nicht leicht: Im Vergleich zu den Zillionen Geräten, die iOS-kompatibel sind, gibt es gerade mal eine Handvoll, die auch mit Googles Betriebssystem spielen wollen. Der Sound Step Recharge SFQ-02 von Soundfreaq bietet beides: Ein Dock für iPad, iPhone oder iPod Touch sowie Bluetooth-Streaming für alle anderen Geräte. Im Hands-on muss sich das Gerät mit meinem Androiden HTC Wildfire S sowie dem HTC Flyer Tablet auseinander setzen.

Angesichts meist schwacher Lautsprecher in den meisten Smartphones und Tablets steht ein Musik-Dock zumindest bei Musikfans als Zubehör hoch im Kurs. Das Soundfreaq Sound Step Recharge SFQ-02 deckt mit seinem iOS-Dock mit Ladefunktion und der Möglichkeit, von Bluetooth-Geräten mit dem Profil A2DP zu streamen, eine große Bandbreite ab. Neben den meisten Androiden und modernen Laptops werden auch aktuelle Symbian-Geräte wie etwa das Nokia 701 mit dem Advanced Audio Distribution-Profil ausgestattet. Allerdings fällt beim Bluetooth-Streaming natürlich die Ladefunktion weg. Im Vergleich zum W-LAN-Streaming, das für Multitraum-System zum Einsatz kommt, ist die Reichweite u.U. geringer – quer durch diverse Altbau-Wände funzt bei Bluetooth normalerweise nicht. Wenn für die Übertragung die Musikdaten nochmals verlustbehaftet komprimiert werden, kann auch die Soundqualität im Vergleich zum Wifi-Streaming schlechter sein – was mir aber beim SFQ-02 nicht aufgefallen ist.

Wir lernen uns kennen

Das knapp 190 Euro teure Sound Step Recharge SFQ-02 wirkt sehr zierlich, obwohl neben Netzbetrieb auch ein Akku für bis zu sechs Stunden abseits der Steckdose eingebaut ist: Mit gut 30 Zentimetern Länge und einer Tiefe von ca. 12 Zentimetern nimmt es nicht viel Platz im Regal weg. Prominent in der Mitte vor den Lautsprechern sitzt das iOS-Dock, rechts und links davon die Bedientasten. Alternativ gibt es auch einen Fernbedienung, die man, damit sie nicht verloren geht, auf der Gehäuseunterseite verstauen kann. Das ist wohl eher für die Leute gedacht, die das Gerät per App steuern wollen, denn sowohl für Androiden wie IOS gibt es kostenlose Exemplare zum herunterladen.

Wildfire S an SFQ-02: Jemand da?

Mein Leihgerät kam nur mit einem englischsprachigen Quick Start Guide – mehr wurde aber auch nicht benötigt: Netzkabel anschließen, wie in der Anleitung erklärt auf „Pairing“ drücken und während die Diode unter den iOS-Dock blinkt, das zur Bluetooth-Paarung vorgesehene Gerät sichtbar stellen (bei Androiden: Einstellungen → Drahtlos und Netzwerke → Bluetooth aktivieren → Bluetooth-Einstellungen → Sichtbar). Im Falle meines HTC Wildfire S (Android 2.3) unter passierte dann erst mal – nichts, und das obwohl es das geforderte Bluetooth-Profil unterstützt. Bei meinem HTC-Flyer-Tablet klappte das Pairing dagegen auf Anhieb, interessanterweise ohne dass dafür ein Autentifizierungscode eingegeben werden musste. Nun noch die Android-App heruntergeladen, und Voila! , das Gerät liess sich vom Tablet aus steuern. Über die „Note“-Taste erhielt ich sogar Zugriff auf meine Double-Twist Playlists, komischerweise klappte das da über den Music Selection-Menüpunkt im Einstellungsgmenü der App nicht. Mit der Fernbedienung kann man Musikstücke stoppen, stumm- und weiterschalten sowie weitere Eingangsquellen (iDock/ AUX) wählen. Außerdem gibt es noch UQ3, ein Raumklang-Prozessor für das 2.1-Lautsprechersystem. Während ich an der Musik, speziell mit aktiviertem UQ3 nicht viel auszusetzen hatte (Christian monierte einen etwas schwachen Bass), hat mich das etwas erratische Verhalten des Docks nicht ganz so begeistert: Zwar ließ sich auch das Wildfire S nach ein paar Versuchen doch noch zum Pairing bewegen, nachdem das Dock abgeschaltet wurde, musste ich das HTC Flyer aber erst wieder paaren, damit eine Verbindung zustande kam. Mit „Connect A Device“ im App-Menu klappte es jedenfalls nicht.

Fazit

Wer ein Sound Dock für Androiden sucht, das auch mit iOS-Geräten, MP3-Playern mit AUX-Ausgang und anderen Bluetooth-fähigen Mobilgeräten wie Laptops und Symbian-Smartphone zurecht kommt, liegt mit dem Step Recharge SFQ-02 ganz gut. Die Sound-Qualität fand ich ansprechend, die Bedienung per App oder Fernbedienung funktionierte tadellos. Aussetzer im Sound hatte ich keine, obwohl in unserem Büro auch ein W-LAN läuft, allerdings wurden nach dem Ausschalten des Docks bereits gepaarte Android-Geräte nicht automatisch wieder verbunden. Angesichts des eingebauten Akkus hätte ich noch einen „Boombox-Henkel“ gut gefunden, dann hätte man das Sound-Dock als Ghettoblaster fürs Smartphone nutzen können. In der Wohnung lässt es sich – mit einer Radio-App auf dem Smartphone – übrigens auch als Radio einsetzen. Ein UKW/DAB+ Empfänger fehlt aber leider.