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Hands-on Helo TC: Abheben mit dem iPhone als Steuerknüppel

Ähnlich wie Parrots AR.Drone dienen auch beim Helo TC die Apple-Mobilgerät (komaptibel mit iPod touch der 3. und 4. Generation, iPhone 3G, iPhone 3GS, iPhone 4, iPhone 4S, iPad sowie iPad 2) als Steuerkonsole. Auch wenn die Bedienung im Vergleich zu herkömmlichen RC-Modellen dem Hobby-Piloten recht schnell erste fliegerische Erfolgserlebnisse ermöglicht, muss dennoch das eine oder andere Rotorblatt ersetzt werden, bis man konzertierte Attacken wie in diesem kleinen amüsanten Clip fliegen kann. Doch statt einer von Sensoren und Kamera unterstützten Steuerung besinnt sich Hersteller Griffin auf die Basics: Steuersignale werden via Infrarot übertragen und für den Antrieb sorgt ein Koaxialrotor. Da die beiden Rotoren gegenläufig arbeiten und den Drehmoment aufheben, muss für einen stabilen Schwebeflug der Heckrotor nicht für Ausgleich sorgen. Der Heckrotor dient einzig zur Steuerung der Neigung, um den Heli vorwärts oder rückwärts zu fliegen. Die flexibel angebrachten Rotoren sollen dabei Beschädigungen bei Kollisionen mit diversen Interieur vermeiden helfen – zur Sicherheit liegen aber auch noch Ersatzrotorblätter im Lieferumfang bei. Aufgeladen wird der Akku des Helo TC via USB-Schnittstelle. Ein Ladevorgang dauert etwa 30 Minuten und liefert Strom für sechs bis acht Minuten Flugzeit.

Sichtkontakt halten

Für die Übertragung der Infrarotsignale zur Steuerung dient ein 3-Kanal-IrDA-Sendermodul, das mit dem iOS-Gerät über den Audio-Ausgang verbunden wird. Um eine sichere Übertragung zu gewährleisten, sollte die Lautstärke des Apple-Geräts auf Maximum gestellt werden. Außerdem sollte bei als Konsole verwendete iPhones der Flugmodus aktiviert werden, um Störungen durch eingehende Anrufe zu verhindern – ganz wie im RL. Allerdings hat die Infrarot-RC einen Nachteil: Zwischen Sender und Empfänger muss sozusagen immer Sichtkontakt herrschen, damit das Signal nicht abreißt. Die Steuer-Software erhält man über den Apple App Store zum kostenfreien Download.

Steuern mit Fingerzeig

Das Interface gestaltet sich denkbar übersichtlich. Auf der linken Seite wird die Drehzahl bzw. Flughöhe geregelt, auf der gegenüberliegenden Seite sind zwei Sticks dargestellt, mit denen sich der Heli vor und zurück neigen sowie links oder rechts drehen lässt. Über das Trimmungsfeld unterbindet man unkontrollierte Kreiselbewegungen, die einen recht flott abschmieren lassen. Falls das doch nicht klappt und der Heli außer kontrolle gerät, gibt es immer noch den roten Notaus-Button: Mit diesem lässt sich der Helo TC komplett abschalten. Hübsch ist das Flugpläne-Feature. Besonders geglückte Flugmanöver lassen sich damit bis zu einer Minute aufzeichnen und wieder abrufen. Auf diese Weise kann der Helo TC sozusagen programmiert werden und zu halbautonomen Rundflügen abheben.

Fazit

Vor allem Anfänger bekommen mit dem Helo TC ein Fluggerät mit recht stabilen Flugeigenschaften. Dafür muss man aber auch hinsichtlich möglicher Manöver Abstriche machen. Denn zur Seite fliegen bzw. seitlich kippen kann man mit das Maschinchen eben nicht, es kann nur in die gewünschte Richtung gedreht werden und dann auf dieser Achse vorwärts oder Rückwärts fliegen. Eine schöne Option zur Steuerung ist die Möglichkeit, den den 6-Kanal-Heli statt via virtuellen Multitouch-Joystick über den integrierten Beschleunigungssensoren der iOS-Geräte direkt zu navigieren. Für rund 50 Euro bekommt man als angehender Rigger ein solide verarbeitetes Fluggerät, dass auch das eine oder andere motorische Unvermögen seines Piloten übersteht. Für erste Flugversuche sind wenig beengten Raumverhältnissen empfehlenswert – Turnhallen, Foyers oder Konferenzräume eigenen sich dafür hervorragend, unter freien Himmel bringen den Winzling bereits leichteste Lüftchen aus der Bahn.