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Hands-on Edifier Tick-Tock Bluetooth: Morgenmusik frisch vom Tablet

Über die SD-Karten-Version des Retro-Weckers Edifier Tic Toc habe ja schon mal vor einiger Zeit berichtet – nun haben wir auch die Bluetooth-Version für ein Hands-on auf den Schreibtisch bekommen. Wie uns dieses Gerät gefallen hat, lest ihr gleich hier.

Hübsch ist er wirklich, der Retro-Wecker Tick-Tock von Edifier. Doch das, und ein paar andere Grundlagen, habe ich schon vor ein paar Wochen behandelt. Deshalb konzentriert sich dieses Hands-on auf Dinge, die beim Schwestergerät so nicht vorhanden waren oder sich geändert haben.

Äußerlich ist das nicht viel: Anstelle einer USB-Schnittstelle am Rücken, hat das Gerät nun ein Bluetooth-Modul eingebaut. Das verbindet sich laut der knapp gehaltenen Anleitung mit allen BT-fähigen Geräten, die das A2DP-Protokoll unterstützen. Ich habe meinen HTC Flyer mit Android 3.2 als Testgerät verwendet, und siehe da, das Pairing funktionierte ganz ohne Problem: Einfach das Tick Tock mit der „Func“-Taste auf „Bluetooth“ schalten, in den Einstellungen des Flyer den BT-Gerätescan wählen, fertig. Einen Verbindungscode musste ich nicht eingeben, bei Geräten wo die notwendig ist, soll die „Heirat“ nach der Eingabe der Default-Einstellung „0000“ klappen. Das Flyer streamte nach dem Pairing brav wahlweise über den eingebauten Player bzw. das von mit preferierte Double Twist alle Stücke. Man kann die Wiedergabe dann auch über das Tick Tock steuern: In der Playlist vor- oder zurückspringen funktioniert ebenso wie Laustärkeregelung. Schade allerdings, dass es mir nicht gelang, Bluetooth auch als Quelle für den Alarmton zu wählen. Wohl um einen versehentlichen Ausfall des Alarmtons zu verhindern lässt sich bei dieser Geräte-Version nur noch das Radio als Weckton einstellen. Das beim Vorgänger eher schwache UKW-Radio fand diesmal nach dem Einstellen des richtigen Frequenzbereichs auch ohne Wurfantenne automatisch rund zehn Kanäle. Allerdings werden die Stationsnamen immer noch nicht angezeigt, es ist auch nicht möglich, Senderplätze zu vergeben. Der DAB/ DAB+ Digitalradio Standard wird natürlich auch nicht unterstützt. Über die Bluetooth-Verbindung kann man sich jedoch mit einer Radio-App wie Radio.de Internet-Radio auf das Tick Tock holen (W-LAN oder größere Datenflatrate sind dann allerdings Voraussetzung). Die Radio.de App wird allerdings von den Reglern des Tick Tock nicht bedient, wer bei laufender App etwa die Lautstärke reguliert, startet damit den Musikplayer des verbundenen Geräts. Alternativ – etwa bei fehlender Bluetooth-Schnittstelle am Zielgerät – kann man Musikquellen auch einfach per (Kopfhörer)-Klinkenstecker anstecken (AUX-in), ein passenden Kabel liegt bei.

FAZIT

Der Radiowecker Tick Tock ist ein nettes Schlafzimmer-Gadget mit Musikdock-Funktion für moderne Bluetooth-fähige Geräte, für die es nicht wie für das iPhone/iPad/iPod eine spezielle Docking-Station gibt. Der Klang des Rundlautsprechers ist durchaus eindrucksvoll, der Stromverbrauch am Tablet/Smartphone bei bestehenden Bluetooth-Verbindung hält sich protokollbedingt einigermaßen in Grenzen. Das ist auch gut so, denn es gibt bei der BT-Variante keine Ladefunktion für das Tablet/Smartphone. Die Qualität des Lautsprechers fand ich durchaus beeindruckend, auch am UKW-Radio hatte ich nichts mehr auszusetzen. Die Weckfunktion erlaubt nun fünf verschiedene Weckzeiten, jeweils mit Snooze-Einstellung. Zudem kann man sich mit der Sleep-Funktion in den Schlaf dudeln lassen. Zum Einstellen der verschiedenen Funktion sollte man sich etwas Zeit nehmen, wer konzentriert die relativ kurze deutschsprachige Anleitung liest, bekommt das aber hin. Fällt kurz der Strom aus, bleiben die Einstellungen übrigens erhalten – bei einem Radiowecker fände ich allerdings eine „Notfall-Batterie“ trotzdem beruhigender. Der Listenpreis des Geräts liegt bei knapp 100 Euro.